Gemeinsam Demokratie schützen
Kundgebung am 13.2.2026 um 17 Uhr
Unter dem Motto „Gemeinsam Demokratie schützen“ lädt die #Zusammenhalten Pforzheim alle Bürgerinnen und Bürger ein, am Freitag, den 13. Februar 2026, um 17:00 Uhr im Blumenhof in Pforzheim deutlich Zeichen zu setzen.
Die Demokratie steht aus verschiedenen Gründen unter Druck. Gerade deshalb ist es wichtig, dass demokratisch denkende Menschen – trotz aller Unterschiede – gemeinsam Verantwortung übernehmen und sich klar zu unseren demokratischen Grundwerten bekennen. Dies soll die Veranstaltung unterstreichen.
Wir sind überzeugt: Jede und jeder, demokratische Parteien sowie Organisationen aus dem Sozialbereich, Religionsgemeinschaften, Kultur- und Wirtschaftszweigen sollten zusammen ein starkes, sichtbares Zeichen für den Schutz unserer Demokratie setzen. Dies gilt insbesondere vor den anstehenden Landtagswahlen in Baden-Württemberg 2026.
Bei der Kundgebung werden Redebeiträge aus den Bereichen Bürgerbewegungen, Kultur, Sozialbereich, von Jugendlichen, Zugezogenen und Religionsgemeinschaften erwartet. Geplant sind unter anderem Beiträge von:
Dr. Miriam Haidle, Bürgerbewegung #Zusammenhalten Pforzheim; Pfarrer Georg Lichtenberger, Christliche Kirchen Pforzheim; Melanie Denner, Kultur (Vertreterin aller Kultureinrichtungen über den Pforzheimer Kulturrat e.V.). Für den Sozialbereich sprechen Alison Bussey, Delsot A. Shamo, Margia Magic, Daniel Steinfels, Danyil Stupin (Jugendlicher aus der Ukraine. Die Jugend vertreten außerdem Leon Meyer und Julius Wolff, für die Jesidische Gemeinschaft spricht Julia Kurt. Für die älteste Bürgerinitiative in Deutschland wirkt mit Dr. Christoph Mählein, Obermeister der Löblichen Singergesellschaft 1501 Pforzheim. Hasan Akbaba vertritt die Aleviten in Pforzheim, und Munawar Khan wird seine Ausführungen für die Gemeinschaft der Ahmadiyya in Pforzheim einbringen. Tom Wolters von der IG Metall wird für die die Gewerkschaften sprechen, Arbeitgebervertreter sind angefragt.
Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgen Christian Roch und Uli Dörsch vom Folkclub Prisma e.V.
#Zusammenhalten im Gespräch mit Albert Esslinger Kiefer
Zusammenhalten im Gespräch mit Albert Esslinger-Kiefer
Ursprünglich sollte ihn sein Weg ins Pfarramt führen – doch es kam anders. Seit über fünf Jahrzehnten prägt Albert Esslinger-Kiefer das Pforzheimer Medienhaus in vielfältigen Funktionen: als Verleger, Anzeigenverkaufsleiter, Chefredakteur, Marketingleiter, technischer Leiter und oberster Repräsentant – und das zeitgleich in einer Person.
Bei der Verleihung des Pforzheimer Wirtschaftspreises beschrieb Laudator Georg H. Leicht (Juwelier Leicht) sein Leben als eines mit Brüchen, Herausforderungen und Erfolgen, geprägt von Optimismus, Glaubensfestigkeit, Menschlichkeit, wacher Intelligenz, großem Fleiß und blitzendem Schalk.
Albert Esslinger-Kiefer, Verleger der Pforzheimer Zeitung, ist zudem ein ausgewiesener Kenner Afrikas. In jungen Jahren arbeitete er ein Jahr lang im Urwaldkrankenhaus von Albert Schweitzer in Lambarene – eine Zeit, die ihn nachhaltig prägte.
Für #Zusammenhalten frägt Gerhard Baral.
#Zusammenhalten: Welche Bedeutung hat die Verwurzelung Ihres Unternehmens mit Pforzheim und der Region Nordschwarzwald?
Albert Esslinger-Kiefer: Wir sehen uns als Heimatzeitung mit großer lokaler Kompetenz. Wir sind uns der damit verbundenen Verantwortung sehr bewusst. Gleichzeitig verstehen wir uns als vitales Element in Stadt und Region und tragen mit vielfältigen Aktionen – Stiftungen, Sponsoring und persönlicher Präsenz – dazu bei, dass unsere Stadtgesellschaft in ihrer großen Vielfalt eine – hoffentlich – gute Zukunft erfährt.
#Zusammenhalten: Welche Chancen sehen Sie für Pforzheim als Stadt mit der jüngsten Bevölkerung in Baden-Württemberg und Menschen aus über 140 Nationen?
Albert Esslinger-Kiefer: Es ist ein permanentes Bemühen, junge Menschen für jene Themen zu sensibilisieren, die für ihr Leben relevant sind und gleichzeitig dazu beitragen, sie für die aktuellen Belange unserer Stadtgesellschaft – ihren Lebensraum – zu interessieren. Mit dieser Zielsetzung habe ich vor über 20 Jahren die Jakob und Rosa Stiftung gegründet, um junge Leute zu einer vernünftigen Lebensführung zu befähigen. Was die Menschen aus über 140 Nationen betrifft, so ist es das ständige Bemühen unserer Redaktion, mit diesen Mitbürgern überhaupt ins Gespräch zu kommen. Aber allzu oft stoßen wir auf geschlossene Türen, obwohl die innerstädtische Szenerie – Geschäfte und Immobilien – längst im Besitz von Migranten ist.
#Zusammenhalten: Sie lernten als junger Mann in Afrika Lambarene und Albert Schweitzer kennen – Arzt, Philosoph und Friedensnobelpreisträger. Wie hat diese Zeit Ihren Blick auf die Welt und auf Afrika beeinflusst?
Albert Esslinger-Kiefer: Albert Schweitzer – der Mann hat mich sehr geprägt. Ein Jahr lang war ich als junger Kerl von 21 Jahren an seiner Seite. Glaubwürdig sein im Denken und Tun – das war seine Devise. „Machschs au richtig?“ hat er meist gefragt, wenn er mich in der Schreinerei beim Basteln neuer Krankenbetten, bei Reparaturarbeiten in den Krankensälen oder bei Gartenarbeiten mit den Behinderten antraf. Als die Briefe meines Onkel Jakob, des Zeitungsverlegers, dringlicher wurden – Tenor: „Entweder Du kommst jetzt zurück und kümmerst Dich um das Geschäft oder du kannst gleich bei den Negern bleiben!“ -, da nahm mich der „Grand Docteur“ auf die Seite und meinte „Namensvetter, jetzt musst Du aber gehen!“. Er drückte mir 700 Mark in die Hand, damit bin ich ein weiteres Jahr durch Westafrika und die Sahara getrampt. Das Urwaldhospital in Lambarene aber ist mir geblieben, ich habe es inzwischen dreimal besucht.
#Zusammenhalten: Wie international ist Ihre Belegschaft, und welche Auswirkungen hat dies auf Ihr Unternehmen?
Albert Esslinger-Kiefer: Da wir kein typisches Produktionsunternehmen sind, hält sich die Zahl der „Migranten“ in Grenzen. Aber im IT-Bereich, im Vertrieb und Versand freue ich mich über langjährige, engagierte Mitarbeiter/innen.
#Zusammenhalten: Der Wirtschaftsstandort Deutschland steht vor großen Herausforderungen, zugleich befindet sich die Medienlandschaft in einem tiefgreifenden Wandel. Wie sehen Sie die Entwicklung Ihres Medienhauses in den kommenden Jahren?
Albert Esslinger-Kiefer: Okay, die Welt ist im Umbruch. Und Pforzheim ganz besonders. Wenn wir nur noch über Probleme sprechen anstatt mit positiver Denkungsart Lösungen zu entwickeln, dann mache ich mir große Sorgen. Für uns Zeitungsleute in Pforzheim erhebt sich zunehmend die Frage, wie wir unser auch in Fachkreisen geschätztes Produkt stabil halten können, wenn der lokale Handel – unser wichtigster Anzeigenkunde – weiter wegbricht. Damit verbunden sehe ich mit wachsender Verwunderung ein anderes Phänomen: Die Pforzheimer mögen ihre Stadt nicht mehr. Woher aber kommt die Lust, sich am Niedergang der eigenen Stadt abzuarbeiten? Wir müssen der Stadtgesellschaft neue, positive Impulse geben – wir tun es beim Zeitungmachen mit großem Engagement, denn für uns Medienleute ist das eine existentielle Frage.
#Zusammenhalten: Sie verfügen über langjährige Einblicke in die deutsche Medien- und Zeitungslandschaft. Wird es Ihrer Einschätzung nach in einigen Jahren noch die gedruckte Zeitung geben, oder entwickeln sich die Medien überwiegend in Richtung rein digitaler Angebote?
Albert Esslinger-Kiefer: Tatsächlich ist die Medienlandschaft aus Gründen, die ich hier nicht erklären muss, in totalem Umbruch. Das „newspaper endgame“ ist eingeläutet. Die Zeitungen verschwinden nicht vom Markt, aber die Großverlage kaufen die Heimatzeitungen auf und entkernen sie. In dieser Situation wäre es für die Verlage hilfreich, wenn man im politischen Raum erkennen würde, dass die Zeitungen – und hier die Lokalzeitungen im Besonderen – ein wichtiges Element im demokratischen Gefüge unseres Landes sind. Die Schweizer honorieren dies, indem sie die Vertriebskosten – die Zustellung ins letzte Haus im Dorf – von der Steuer befreien.
Dank unserer lokalen Kompetenz haben wir eine relativ stabile Auflage – und dies in einer (noch) starken Zeitungslandschaft, denn in der Region stehen wir mit drei anderen Zeitungen im heftigen Wettbewerb. Was uns stabilisiert ist das überdurchschnittliche Wachstum im digitalen Bereich. Aber noch leben wir in der Hoffnung, dass wir unseren treuen Lesern in Stadt und Land noch einige Jahre eine interessante, lesenswerte Zeitung liefern können – auf Papier gedruckt, mitten in der Stadt im Zeitungshaus Ecke Post-/Kiehnlestraße.

Social Media Kampagne "Ich gehe wählen!"
Am 8. März 2026 ist in Baden-Württemberg Landtagswahl.
Pforzheim geht wählen - erstmals ab 16 Jahren!
Am 8. März 2026 ist es so weit: In Baden-Württemberg wird der neue Landtag gewählt! Diese Wahl hat direkte Auswirkungen auf viele Bereiche unseres Lebens – von Schulen und Jugendzentren über ÖPNV und Krankenhäuser bis hin zu Klimaschutz und Polizei. Und das Beste:
Du kannst mitentscheiden – erstmals schon ab 16 Jahren!
Wir möchten zeigen, wie wichtig diese Wahl ist – und brauchen deine Unterstützung!
Was kannst du tun?
Schick uns ein kurzes Video-Statement (15-30 Sekunden), in dem du erklärst: Warum gehst du wählen? Warum ist dir die Wahl wichtig?
Beispiele und Infos auf Instagram und Facebook: zusammenhalten.pforzheim
Mach mit und setze ein starkes Zeichen für die Demokratie!
Was passiert mit deinem Video?
Dein Statement wird Teil einer stadtweiten Kampagne, die wir in den sozialen Medien teilen. So wird deine Message sichtbar und inspiriert andere, ihre Stimme abzugeben.
Wer kann mitmachen?
Egal, ob Schüler*in, Fußballtrainer*in oder Azubi, alle können mitmachen und Haltung zeigen!
Schick dein Video und die Einverständniserklärung zur Verwendung und Veröffentlichung deines Statements an Paul: info@indigo-pictures.com .
Infos und das Formular für die Einverständniserklärung gibt’s bei Marie Reineke, Email: marie.reineke@ib.de .
——— WICHTIG: ———-
> Positive Message (Keine Nennung von Parteien)
> ,,Ich gehe wählen“ als Schluss
> Video im Hochformat
Zeig Haltung – geh wählen!
Hast Hast du noch Fragen? Melde dich bei uns!
Partnerschaft für Demokratie Pforzheim
Marie Reineke
Email: marie.reineke@ib.de
Mobil: +491512 6748325
Projektförderung "Gemeinsam etwas bewegen"
Mach mit! Deine Idee zählt!> Förderung für Dein Projekt für ein lebendiges Miteinander in Pforzheim
> Bewerbung bis zum 8.2.2026
#Team Demokratie
Jetzt bewerben bis zum 31.1.2026 >Kostenlose Qualifizierungsreihe für alle Interessierten von der Fachstelle für Extremismusdistanzierung >
Eine Initiative der Partnerschaft für Demokratie Pforzheim und #Zusammenhalten Pforzheim
#Zusammenhalten Newsletter Januar 2026
Digital Indipendence Day > Film "Die Unbeugsamen" > Vortrag "Antisemitismus in der Sprache" > Denkraum "In welcher Gesellschaft wollen wir leben? > Zwischen Trauma und Heimat - Zur Situation der Jesiden und Jesidinnen in Pforzheim und im Irak > Denkraum "Brauchen wir Probleme?" > #Team Demokratie - Bewerbung > Projektförderung "Gemeinsam etwas bewegen"
Link zum Newsletter #Zusammenhalten im Januar 2026
Die Lange Nacht der Demokratie 2025
Vom 30.9. bis 3.10. geht die Lange Nacht der Demokratie in Pforzheim in die zweite Runde!
Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr lädt Pforzheim auch dieses Jahr wieder zur „Langen Nacht der Demokratie“ ein – in den Tagen rund um den Tag der Deutschen Einheit. Ziel ist es, die demokratische Kultur zu stärken, neue Impulse zu setzen und Räume für Austausch, Begegnung und Mitgestaltung zu schaffen.
Ein vielfältiges und engagiertes Bündnis aus der Stadtgesellschaft hat erneut ein spannendes, abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. An unterschiedlichen Orten in der Stadt wird es Diskussionsrunden, Vorträge, kreative Mitmachaktionen, Lesungen, künstlerische Darbietungen und vieles mehr geben. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger – unabhängig von Alter, Herkunft, Bildung oder politischem Hintergrund. Die Lange Nacht der Demokratie versteht sich als offenes Forum, das zum Nachdenken, Mitreden und Mitmachen einlädt. Sie soll dazu ermutigen, sich aktiv mit unserer demokratischen Gesellschaft auseinanderzusetzen, Fragen zu stellen, zuzuhören und ins Gespräch zu kommen.
Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Herausforderungen, wachsender Polarisierung und zunehmender Unsicherheit ist es wichtiger denn je, demokratische Werte sichtbar und erlebbar zu machen. Die Lange Nacht der Demokratie setzt hier ein Zeichen: für Offenheit, Respekt, Vielfalt und die gemeinsame Verantwortung für unsere demokratische Zukunft.
Zum Programm
Im Dschungel wird gewählt!
3. und 4. Klassen erleben Demokratie und die Regeln freier Wahlen bei szenischer Lesung im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie
Der Bau des Schwimmbads für den Löwen war zuviel! Die Tiere im Dschungel demonstrieren. Sie wollen einen neuen Anführer und beschließen eine Wahl abzuhalten. Faultier, Schlange, Affe und Löwe kandidieren als Präsidentin oder Präsident. Der Wahlkampf ist lebhaft, aber nicht alle halten sich an die Wahlregeln. Doch am Ende hat ein Tier die Wahl gewonnen, und im nächsten Frühjahr darf wieder gewählt werden.
In einer szenischen Lesung des gleichnamigen Bilderbuchs von André Rodrigues u.a. wird Kindern erklärt, warum es Wahlen gibt und wie sie funktionieren. Im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie macht der Denkraum Nordstadt Demokratie für die 3. und 4. Klassen der Inselgrundschule und der Grundschulen Huchenfeld und Hohenwart lebendig (2024 an der Nordstadtschule).
#Zusammenhalten beim CSD 2025
Bei Gedenkveranstaltung und CSD-Parade Zeichen setzen für ein buntes Pforzheim und gegen den rechtsradikalen Störtrupp
# Am 14. Juni findet in Pforzheim zum dritten Mal der CSD in Pforzheim statt, ein fröhliches Fest der queeren Gemeinschaft und aller, die sich für Menschenrechte, Gleichberechtigung und Vielfalt solidarisieren. Eigentlich.
In diesem Jahr hat am gleichen Tag eine rechtsradikale Gruppierung eine Demonstration angemeldet mit dem Ziel, den CSD wie in vielen anderen Städten zu stören und einzuschüchtern. Der Hass und die Indoktrination besonders junger Menschen durch gewaltbereite Gruppen nimmt überall bedrohlich zu.
Halten wir dagegen und unterstützen wir #zusammen ein buntes und lebenswertes Pforzheim! Erheben wir unsere Stimmen laut und deutlich für Freiheit und Respekt statt Hass und Hetze.
Wann? Samstag, 14.6.2025, 12 Uhr
Wo? Marktplatz Pforzheim
#Zusammenhalten Pforzheim hat auch eine Gruppe angemeldet.
Im Anschluss an die Parade findet am Marktplatz ein Fest mit Ständen statt.
Auf dem Waisenhausplatz möchte der Deutsche Störtrupp seine Retrofantasien und braunen Hass verbreiten. Wir wollen zeigen, dass Pforzheim viel mehr zu bieten hat und eine große kreative, weltoffene und zugewandte Stadtgemeinschaft besitzt. Ob queer oder nicht, jung oder alt, kostümiert oder in Alltagsklamotten, mit oder ohne Plakate, kommt vorbei und solidarisiert Euch. Lauft bei der Parade mit:
Wir setzen ein großes Zeichen für Vielfalt, Respekt und eine offene Gesellschaft!
# Bereits am 13.6. um 17 Uhr findet auf dem Bertha-Benz-Platz um 17 Uhr eine Gedenkveranstaltung für die Opfer des §175 statt.









